Der Landkreis Läänemaa und die Inseln

Seit jeher sind es die Wälder, die weiten Felder und die alles umrahmende Ostsee gewesen, die den Menschen Westestlands Nahrungsquellen waren. Die beliebtesten Speisen sind hier Roggenbrot, Fisch, Gemüse und Getreideprodukte. Als Fisch kommen hier besonders Strömling, Sprotte, Barsch, Blei, Zährte, Renke, Scholle und Hornhecht auf den Tisch. Bio-Rind- und Lammfleisch werden zunehmend beliebter. Auf dem Speiseplan fehlen aber auch Gerichte wie die Kartoffel-Sauerkrautsuppe, die Mehlklößchensuppe und die Grützwurst nicht. Wichtiger Bestandteil der hiesigen Küche sind Eingemachtes, Soßen und verschiedene Sirupe.
Zur Inselküche von Saaremaa gehören Pfannenbrot und geräucherter Fisch, währendzu den Besonderheiten der Insel Muhu Hapurokk zählt, eine traditionelle Süßspeise, die aus vergorenen Kartoffeln und Mehl besteht und mit Milch und Zucker serviert wird.
Die Küche der Insel Hiiumaa hingegen erinnert an ein geschäftiges Dorf – bunt und verschieden und an jeder Ecke etwas Anderes bietend. Gaststätten gibt es ebenso verschiedene – vom gemütlichen Café hin zum urigen Dorfgasthaus, alles in charmanter Atmosphäre und in einer unverwechselbaren Umgebung. Das traditionelle Inselgericht sind Küchelchen aus Gerstenmehl, bei deren Herstellung auch Schweine- oder Lammblut verwendet wird.
Eine der ältesten Soßen ist die Strömlings-Salzlake. Auf Hiiumaa wurden Salzlaken auch aus Fleisch gekocht – hinzu kamen Mehl und Gerstenmehl. Verfeinert wurden diese Soßen durch Zugabe von Fett oder Fleischstückchen. Für die schwedischen Bewohner der Insel Ruhnu war die Mehlklößchen suppe ein Sonn- und Feiertagsgericht.
Bier wurde sowohl auf dem Festland als auch auf den Inseln nach denselben Rezepten hergestellt. Gab es in der Gegend auch Wacholder, benutzte man die Zweige dieses Strauches beim Brauen.

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